Page 44 - BB Innsbruck Stadt und Land 2020
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44 BAUEN & WOHNEN
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BODENBELAG:
WELCHER BELAG FÜR WELCHEN RAUM?
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Alles ist möglich – so könnte man die Frage nach der Art des Bodenbelags beantwor- ten. Das Angebot ist riesig, und nicht sel- ten steht man als Bauherr vor der Qual der Wahl. Wer sich für naturbelassenes Holz entscheidet, sollte sich im Klaren sein, dass dies mit etwas Arbeit in der P ege verbun- den ist – da hat man es mit einem Laminat- boden wesentlich leichter. Dieser ist aber härter und kälter. Eine Fußbodenheizung ist dabei von Vorteil. Solche und ähnliche Vergleiche müssen praktisch bei jeder Art des Bodenbelags angestellt werden.
Teppichböden waren einige Jahre lang in den privaten Haushalten vollkommen out, während sie in Hotels, und dabei vor al- lem in den Gängen, sehr beliebt sind, weil sie den Lärm schlucken. Mittlerweile gibt es aber so gute Staubsauger, dass auch Allergiker mit Teppichböden klarkommen können. Der Teppichboden hat, so wie alle Textilien im Raum, den Vorteil, dass er den Staub aufnimmt, der ansonsten in der Luft herumschwirrt. Immer öfter entscheiden sich daher private Haushalte wieder für einen Teppichboden oder Teppiche für be- stimmte Bereiche.
FLIESEN ODER BODENGUSS
Eine kleine Revolution hat es in den ver- gangenen Jahren bei den Fliesen gegeben. Die kleinen, rechteckigen oder quadrati- schen Keramiken wurden immer größer, was absolut exaktes Arbeiten beim Estrich erfordert. Immer öfter werden Fliesen al- lerdings durch einen Belag abgelöst, den man von Industriehallen her kennt. Er wird aufgegossen und ist wesentlich strapa- zierfähiger als ein Fliesenboden. Die Far- be dieses Belags kann ganz nach Wunsch
zusammengestellt werden, was viele Vor- teile mit sich bringt. Zusätzlich kann man den Belag entweder einfarbig glatt wählen oder diesen mit Flocken verbinden, die far- bige Akzente auf den Boden bringen.
VINYL – DER ALLROUNDER
Ein absolutes Naturprodukt ist auch der Korkboden, der zudem angenehm warm ist und sich damit auch bestens dafür eignet, wenn Kinder auf dem Boden herumkrab- beln und spielen. Äußerst beliebt sind seit einigen Jahren die Vinylböden. Man kann sie meist nur schwer von einem Holz- oder Steinboden unterscheiden, zum einen beim Ansehen, zum anderen auch in der Haptik. Im Vergleich zu Laminat dämpft Vinyl Trittschall deutlich besser, ist robus- ter und fühlt sich echter an – und zwar so täuschend, dass ein Laie zunächst keinen Unterschied ausmachen kann. Ein Vinylbo- den kann wie ein Holz- oder ein Steinboden aussehen, ist äußerst p egeleicht und ist ein wahrer Allrounder.
Für welchen Bodenbelag man sich letzt- endlich entscheidet, ist reine Geschmacks- sache. Allerdings sollte man die Entschei- dung gefällt haben, bevor der Estrich verlegt wird, damit nach Fertigstellung die Böden bzw. die Übergänge von einem Zim- mer ins andere gleich hoch sind. Bei der Sanierung von Wohnräumen ist die Ent- scheidung daher nicht immer so einfach, weil man auf die möglichen Unterschiede achten muss. Allerdings gibt es auch dabei Möglichkeiten, ein paar Millimeter Unter- schied zu kaschieren. •
» MODERNE TEPPICHE SIND PFLEGE- LEICHT UND STRAPAZIER- FÄHIG. «