Page 68 - inhalt
P. 68
68 BAUEN & WOHNEN
STRUKTUR IM GARTEN:
WEGE, ACHSEN UND EINFASSUNGEN IN BETON- STEIN GEMEISSELT
Die Österreicher lieben das Leben in freier Natur. Mal steht die Toskana im Mittelpunkt der Gestaltung, mal holt man sich Anregung aus der englischen Gartengestaltung und geht vom Rosemunde Pilcher Film direkt in sein verlängertes Wohnzimmer und dann gibt es auch die Puristen unter uns, die gewohnte Formen und sporadische Ausstattung lieben. Auch japanische Eisflüsse finden sich zunehmend wieder. Eines aber ist klar, Betonstein und seine vielfältigen Möglichkeiten auch im Bereich von Einfassungen und Wegen sind unverzichtbar.
BETONSTEIN ALS PERFEKTES GESTALTUNGSELEMENT
Wege kreativ gestalten geht über die ge- wöhnliche Praxis – einheitlich, gepflas- terte Flächen zu erzeugen – hinaus. Eine interessante Alternative bieten hier große Betonsteinplatten, die in einem Kieselbeet oder als Einzelplatten in die Rasenfläche verlegt werden können. Der Einsatz schafft einen sanften Übergang zwischen Terras- se und Gartenfläche. Gut zu wissen, dass Betonstein auch gerne seine ökologischen Vorteile ausspielt. Das Regenwasser kann durch die Fugen des beständigen Steins optimal abfließen. Große Flächen brauchen Struktur, da sich das Auge an Formen und Linien orientiert, an denen der Blick ent- langgeführt wird. Ein bewusster Bruch lei- tet die Blicke zu Gestaltungselementen wie Hochbeeten, Brunnen, Ruheplätzen oder Gartenhäuser. So wirkt die Fläche nicht monoton, sondern ansprechend. Zudem sind vielfältige Verlegungsmuster mög- lich, die eine besondere Note vermitteln. Die richtige Einfassung sorgt schlussend- lich für einen stimmigen Gesamteindruck
und weiteren beachtlichen Vorteilen. Ein- gefasste Wege oder andere Gestaltungs- elemente wie Hochbeete erleichtern das Rasenmähen, die Mähkante schließt exakt ab. Unkraut und Schädlinge können sich schwerer verbreiten. Einfassungen kön- nen auch als bewusste Stilfiguren genutzt werden um Akzente zu setzen. Auch klei- ne Gärten können optisch größer gemacht werden. Durch eine bewusste Setzung von zum Beispiel geschwungen Wegen, kann diese optische Täuschung gelingen.
DER WEG IST DAS ZIEL
Steine beruhigen, tragen Geschichten in sich, verstecken Baumstämme und bilden durch ihre runde Form einen Kontrapunkt zum geraden Betonstein. Dazwischen Bäume in sattem Grün, welche beruhigen und Kraft geben.
GEKONNTER MIX
Die reduzierte Pflanzenverwendung wird als Fortführung des Raumkonzeptes gese- hen. Bewusst werden Materialien gemixt, um die reduzierte Optik zu durchbrechen.
So bietet sich Kies und Holz an, um einen Kontrapunkt zu Betonplatten darzustellen. Gräser bieten mit ihrer luftigen Silhouette
einen reizvollen Kontrast.
•BREAKING
«BREAKING THE
RULES»
Beton, bevorzugt in großen Platten ein- gesetzt macht Terrassen großzügig und kann durch verschiedene Verlegetech- niken und Materialmix sich so richtig entfalten. Durch ein HELL-/Dunkelspiel wird die Optik reizvoll gebrochen. Be- festigungen für Wege und Rundungen komplettieren und passen sich jeder Grundstücksgröße an.